Wissen Sie schon alles über ...

Den Beginn des Lebens?
Die After-Morning-Pill („Pille danach“)?
Das Post-Abortion-Syndrom?

Den Beginn des Lebens?

Im Rahmen der Befruchtung kommt es zur Verschmelzung von Samen und Eizelle: Sobald sich das erste Spermium durch die Außenzone der Eizelle hindurch gekämpft hat, kommt es zu einer Strukturveränderung dieser Außenzone, sodass kein zweites Spermium weiter zur Eizelle vordringen und mit dieser verschmelzen kann. Zunächst verschmelzen Ei- und Samenzelle nur mit ihren Hüllen, das Erbgut beider Zellen (jeweils ein halber Chromosomensatz) ruht für einige Stunden nebeneinander, bis es sich zu einem Ganzen verbindet: Nun ist die gesamte Erbinformation vorhanden, die für das künftige Leben notwendig ist. Diese erste Zelle - die befruchtete Eizelle – birgt das gesamte Potenzial (= alle Grundlagen), aus dem sich das menschliche Leben weiter entwickeln kann. Logisch betrachtet kann man nur diesen Moment – nämlich den der Befruchtung der Eizelle - als den Beginn des menschlichen Lebens ansehen – jeder spätere Zeitpunkt, wie die Einnistung der Blastozyste in die Gebärmutter, das Ende der Embryonalphase nach zwei Monaten oder das Erreichen bestimmter Entwicklungsstufen oder Fähigkeiten, erscheint rein willkürlich.

Die After-Morning-Pill („Pille danach“)?

„Ich habe drei oder viermal die After-morning-pill genommen … Freundinnen in der Schule hatten mir davon erzählt, aber ich wußte nicht was das war. Jetzt spricht man in den Medien darüber … Ist das eine Abtreibung oder nicht? Ich weiß nicht, ob ich dadurch ein Kind verloren habe oder nicht …“

Der Inhaltsstoff der sogenannten „Pille danach“ ist Levonorgestrel – ein Gelbkörperhormom. Der genaue Wirkmechanismus dieses Medikamentes ist laut Beipacktext nicht bekannt: Es wird angenommen, dass das Medikament hauptsächlich durch Hemmung des Eisprunges wirkt, wenn der Geschlechtsverkehr in der Phase vor dem Eisprung stattgefunden hat, in der die Wahrscheinlichkeit der Befruchtung am größten ist. Allerdings könnte laut Firma das Medikament auch durch die Wirkung an der Gebärmutterschleimhaut verhindern, dass die Einnistung der befruchteten Eizelle stattfinden kann.

Da der Wirkungsgrad nach baldiger Einnahme sehr hoch ist (bei Einnahme in den ersten 24 Stunden etwa 95 Prozent „Schutz“ vor einer Schwangerschaft!), muss sehr wohl eine Hemmung der „Einnistung“ angenommen werden, da sonst das Präparat bei Einnahme nach einem Geschlechtsverkehr, welcher nach einem „Eisprung“ stattgefunden hat, gar nicht mehr wirken könnte. Die gerade beschriebene Verhinderung der lebensnotwendigen Einnistung des wenige Tage alten Menschen im Frühstadium seines Lebens in der Gebärmutter bedeutet, dass zumindest ein Wirkmechanismus der „Pille danach“ ein frühabtreibender ist. Die Bezeichnung „Notfallverhütung“ ist somit beschönigend und falsch!  

Das Post-Abortion-Syndrom?

In der medizinischen Fachliteratur gibt es heftige Auseinandersetzungen, ob es ein sogenanntes post-abortion-syndrome (PAS) als eigenen Erkrankungskomplex gibt oder nicht. Die Diskussion darüber scheint jedoch vor allem ideologisch gefärbt zu sein. Die Argumentation der Leugner eines post-abortion-syndromes geht dahin, dass psychische und psychosomatische Folgewirkungen nach einer Abtreibung v.a. durch den Druck und die Intoleranz der Umgebung und das dadurch von außen erzeugte „schlechte Gewissen“ zustande kämen. Dieser Argumentation widersprechen zahlreiche persönliche Zeugnisse betroffener Frauen und die langjährigen Erfahrungen vieler in der Beratung, Psychotherapie und Seelsorge Tätiger. Aus den Erfahrungen dieser direkt oder indirekt Betroffenen kann man heute davon ausgehen, dass ein beträchtlicher Anteil von Frauen unter seelischen und/oder körperlichen Symptomen mit Krankheitswert leiden, die in einem zeitlich variablen Intervall nach einer Abtreibung auftreten. Der Zusammenhang mit dem Auslöser (Abtreibung) wird dabei oft verdrängt und ist für Betroffene und/oder Helfer oft nicht unmittelbar erkennbar.

Typische seelische Störungen eines PAS sind: Depressionen, Schlafstörungen, Angst- und Panikattacken, Schuldkomplexe, Beziehungsstörung (Probleme in der sexuellen Beziehung, Scheidung, Überbehüten geborener Kinder – Post-Abortion-Surviver-Syndrom), Suchtentwicklung, Psychosemanifestation.

Typische körperliche Störungen eines PAS sind: Psychosomatische Erkrankungen, funktionelle Störungen und Organmanifestationen je nach individueller Disposition: Migräne, Rückenbeschwerden, Herzbeschwerden, Magen-Darm-Störungen, Menstruationsbeschwerden.